Europameister! Niclas Ekberg wirft Schweden zum Titel

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Europameister! Niclas Ekberg wirft Schweden zum Titel

31. Januar 2022

Niclas Ekberg ist Europameister! Am Sonntagabend warf der Kieler Rechtsaußen im Finale der EHF EURO 2022 gegen den Titelverteidiger Spanien zum Titel. Nach Ablauf der Spielzeit verwandelte “Eki” einen Siebenmeter zum 27:26-Endstand und verschwand in einer blau-gelben Jubeltraube. 20 Jahre nach Magnus Wislander, Stefan Lövgren, Staffan Olsson und Johan Petersson hat Kiel wieder einen schwedischen Europameister! Der Abschluss-Sonntag der kontinentalen Titelkämpfe war aus Kieler Sicht nicht nur wegen Ekberg erfolgreich: Am Nachmittag holten Niklas und Magnus Landin durch den 35:32-Erfolg nach Verlängerung gegen Frankreich zweimal Bronze mit Dänemark.  

Aus der Isolation zum gefeierten Helden

Das Finale der EHF EURO war für Niclas Ekberg ein besonderes Spiel: Erst am Nachmittag stand fest, dass der Kieler Top-Torschütze überhaupt an dem großen Spiel teilnehmen kann. Direkt aus der Isolation ging es für ihn in die gigantische Budapester Arena, in der mehr als 14.000 Fans dem Höhepunkt der Europameisterschaft entgegen fieberten. Früh zeichnete sich ab, dass das Finale der EHF EURO ein Abnutzungskampf zweier starker Defensivreihen werden würde. In diesem hatten die Schweden auch dank ihres starken Torhüters bis zur 22. Minute die Nase stets knapp vorn, hatten allerdings auch einiges an Chancen liegengelassen. Nachdem Hampus Wanne zweimal per Strafwurf gescheitert war, wurde Ekberg aufs Feld beordert: Der Kieler Rechtsaußen verwandelte auch bis zu seinem entscheidenden Wurf alle Siebenmeter, einmal im Nachwurf, und wurde so mit fünf eiskalten Treffern in 1:20 Minuten Spielzeit zum Matchwinner – ein Kunststück, das ihm auch schon im Trikot des THW Kiel gelang. Allerdings: Mit einem 4:1-Lauf in den letzten acht Minuten der ersten Halbzeit gingen die Spanier, die zum vierten Mal in Folge in einem EHF-EURO-Endspiel standen, mit einer 13:12-Führung in die Pause. 

Spannung bis nach der letzten Sekunde

Nach dem Wechsel waren es die Spanier, die zunächst ihre Führung auf zwei Tore ausbauten und diese verteidigten. Ekberg traf zum 19:19-Ausgleich, bis zur 53. Minute blieb die Begegnung dann ausgeglichen. Ekbergs 24:23 läutete dann die Phase ein, in der Schweden frühzeitig die Partie hätte entscheiden können. Denn Palicka (insgesamt elf Paraden) war wieder da, und Spanien tat sich zunehmend schwerer, zu treffen. Nach Wannes 25:23 und 26:24 (55.) verpassten es die Blau-Gelben durch technische Fehler allerdings, nachzulegen. Es kam, wie es kommen musste: Figueras und Canellas glichen aus, und urplötzlich war Spanien am Drücker: Doch Palicka hielt 20 Sekunden vor dem Ende den Wurf des ehemaligen Kielers Canellas, der Bruchteile vor Abpfiff zudem Lagergren nur mit einem Foul stoppen konnte. Siebenmeter nach Ablauf der 60 Minuten – ein Fall für Niclas Ekberg: Einmal täuschte “Eki” gegen Perez de Vargas an, dann drosch er den Ball in den Winkel und verschwand in einer Jubeltraube. Zum ersten Mal feierte der 33-Jährige einen Titel mit der Nationalmannschaft und krönte damit seine Laufbahn im blau-gelben Dress.

Dänemark holt Bronze

Zuvor konnten auch die beiden Kieler Dänen einen versöhnlichen Abschluss der EHF EURO 2022 feiern: Mit insgesamt 18 Paraden zeigte Niklas Landin im Spiel um Platz drei einmal mehr seine ganze Klasse, Magnus Landin traf gegen Frankreich zweimal. Die Partie, Neuauflage des Olympia-Finals 2020, war von Beginn an ein hart umkämpftes Ringen um jeden Zentimeter. Ohne Mikkel Hansen (Sprunggelenksprobleme) und Mathias Gidsel, der sich früh verletzte, blieben die Dänen nach der französischen 14:13-Halbzeitführung dran und gingen beim 21:18 (40.) erstmals mit drei Treffern in Führung. Diese drehte Frankreich innerhalb von drei Minuten in ein 23:22, ehe Dänemark wieder vorn lag. Dika Mem erzielte jedoch den 29:29-Ausgleich, die Dänen nutzten ihre letzte Chance der Partie nicht: Verlängerung! In dieser kassierten die Dänen dank Niklas Landin in den ersten sechs Minuten keinen Gegentreffer und warfen so eine Drei-Tore-Führung heraus. Diese verteidigten sie vor 10.000 Zuschauern bis zum Abpfiff – Bronze für Dänemark, Bronze für Niklas & Magnus Landin! 

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