Deutschland mit olympischem Geist zum Titel? · tennisnet.com

Alexander Zverev führt das deutsche Team beim ATP Cup in Sydney an. Um die Nummer drei der Welt schart sich eine eingespielte Mannschaft.

von tennisnet.com

zuletzt bearbeitet: 25.12.2021, 14:40 Uhr

© Getty Images

Alexander Zverev führt zum dritten Mal das deutsche Team beim ATP Cup an

Man kann Yannick Hanfmann nicht vorwerfen, dass er keine Lust auf Olympia gehabt hätte. Hanfmann hat bis zum Nennschluss mit einem Start in Tokio spekuliert, ehe er auf der Zielgeraden doch noch von Philipp Kohlschreiber eingeholt wurde. Und somit ist Hanfmann der einzige Spieler im deutschen ATP-Cup-Team, der im Sommer bei den Olympischen Spielen gefehlt hat. Die anderen vier Athleten (Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff, Kevin Krawietz und Tim Pütz) sollten dagegen noch vom olympischen Geist beseelt sein, der Zverev zur Goldmedaille getrieben hat.

Nicht zu vergessen in dieser Gemengelage: Michael Kohlmann, deutscher Davis-Cup-Kapitän und Head of Men´s Tennis im Deutschen Tennisbund. Kohlmann war als Teamchef in Tokio mit dabei und wird diese Rolle auch in Sydney einnehmen. Der Kapitän wird beim ATP Cup von der jeweiligen Nummer eins des Landes bestimmt, Alexander Zverev und Michael Kohlmann pflegen miteinander ein sehr gutes Auskommen.

2020 war Kohlmann schon zur Unterstützung von Kapitän Boris Becker dabei, bei der zweiten Ausgabe Anfang diesen Jahres gab Mischa Zverev den deutschen Teamchef.

Zverev sollte seine Einzel gewinnen

Die Aufgaben sind bekannt, die Rechnung ist nach den Erfahrungen beim Davis Cup zuletzt in Innsbruck und Madrid einfach: Im Einzel muss ein Punkt her, Krawietz und Pütz richten es dann schon im Doppel. Zverev geht in seine drei Partien gegen Félix Auger-Aliassime, Taylor Fritz und Cameron Norrie als haushoher Favorit, Jan-Lennard Struff muss sich gegen Denis Shapovalov, John Isner und Daniel Evans auch nicht zwingend als großer Außenseiter sehen. Vor allem nicht gegen den kanadischen Linkshänder, der in den ATP-Charts zwar weit vor Struff liegt, gegen den Deutschen aber fünf von sieben Partien verloren hat.

Den Auftakt bestreiten die Deutschen am 02. Januar gegen die Briten (live bei Sky und ServusTV), die Erinnerungen an das Davis-Cup-Viertelfinale in Innsbruck sind noch frisch. Da hatte sich Struff im Spitzeneinzel gegen Norrie behauptet, Krawietz/Pütz anschließend das Doppel gewonnen.

Die deutsche Gruppe sei jene mit den wenigsten Fragezeichen, hat Michael Kohlmann unlängst gegenüber tennisnet.com erklärt, und damit die ausgeglichenste. Dennoch ist das Team um Zverev in der Vorrunde der ganz große Favorit.

Die Chancen auf den ersten Triumph beim ATP Cup stehen aber auch nicht schlecht: Russland hat in Top-Besetzung zwar die (auf Nummer zwei mit Andrey Rublev deutlich) besser klassierten Einzelspieler, im Doppel gibt es aber Schwächen. Und Serbien, Sieger bei der Premiere 2020, wird nach der wahrscheinlichen Absage von Novak Djokovic keine Rolle im Titelkampf führen.

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