Pflichtsieg mit Kür-Elementen

Löwen feiern gegen TuS N-Lübbecke den ersten Liga-Sieg seit einem Monat

Pflichtsieg mit Kür-Elementen: Die Rhein-Neckar Löwen feiern gegen den TuS N-Lübbecke den ersten Liga-Sieg seit einem Monat.
Peter Strosack zieht gegen Philipp Ahouansou den Kürzeren.

Pflichtsieg mit Kür-Elementen: Nach drei Spielen ohne Erfolg haben die Rhein-Neckar Löwen endlich wieder einen Punkte-Doppelpack aufs Konto in der LIQUI MOLY HBL gebucht. Am Samstagabend feierten die Badener zum Auftakt des 16. Spieltages ein 35:25 (16:11) gegen Aufsteiger TuS N-Lübbecke, stellten eine kampfstarke Abwehr und sorgten vorne für einige sehenswerte Torabschlüsse, insbesondere durch Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Philipp Ahouansou. Mit jetzt 14:16 Punkten stehen die Löwen weiter mitten im Mittelfeld der stärksten Liga der Welt.

Andy Schmid auf Jannik Kohlbacher, zweimal bitte: So nimmt der Löwen-Express Fahrt auf (2:0, 3.). Bis zum 6:5 durch den stark startenden Valentin Spohn halten die Nettelstedter richtig gut mit (12.). Dann folgen zehn rabenschwarze Minuten bei den ganz in Schwarz gekleideten Gästen. Zehn Minuten ohne einziges Tor. Die Löwen nutzen die ostwestfälische Ladehemmung, um sich von 6:5 auf 13:5 abzusetzen (20.). Es ist nicht weniger als ein 7:0-Lauf, den erst Benas Petreikis mit dem 13:6 beenden kann (22.).

Pflichtsieg mit Kür-Elementen: Abwehr steht wieder

Was den Lübbeckern in dieser Phase den Zahn zieht, ist die Löwen-Abwehr. Ymir Örn Gislason und Mait Patrail halten das Zentrum dicht und sauber, daneben leisten Jannik Kohlbacher und Niclas Kirkeløkke wichtige Zuarbeit. So gibt es kein Durchkommen für den Gegner. Alles, was dann noch aufs Löwen-Tor kommt, fischt Nikolas Katsigiannis weg, der am Ende von Durchgang eins sechs Paraden verbucht. Die Ballgewinne der eigenen Defensive nutzen die Löwen zu vielen schnellen und leichten Toren. Nutznießer ist vor allem Uwe Gensheimer, der einen Siebenmeter und Gegenstoß nach dem anderen versenkt, nach 30 starken Minuten auf acht Treffer kommt.

Weil sich gegen Ende der ersten Hälfte der TuS noch einmal am Riemen reißt, einen 3:0-Lauf vom 15:8 zum 15:11 hinlegt, gestaltet sich das Pausenergebnis ein wenig knapper. Mit 16:11 geht es in die Kabinen. Den Schlusspunkt setzt Patrick Groetzki, der nach einer Katze-Parade den Turbo einschaltet und mit seinem zweiten Treffer den Pausenstand markiert. Großen Anteil an dieser hohen Führung hat Philipp Ahouansou, der vier seiner fünf Wurfversuche im Tor unterbringt und mit dem 13:5 den Hammer der ersten Halbzeit abliefert.

Pflichtsieg mit Kür-Elementen: Bemerkenswerte Spielfreude

Pflichtsieg mit Kür-Elementen: Die Rhein-Neckar Löwen feiern gegen den TuS N-Lübbecke den ersten Liga-Sieg seit einem Monat.
Patrick Groetzki bejubelt einen seiner vielen Treffer.

Apropos abliefern: Groetzki fliegt zu den ersten beiden Löwen-Treffern nach dem Seitenwechsel, dass es nur so eine Augenweide ist (18:12, 32.). Beim 20:14 packt Ahouansou die nächste Granate aus (34.), legt mit dem 21 und 22:16 direkt die nächsten beiden Buden nach (37.). Einen spektakulären Assist steuert die Katze bei, als er Groetzki zum 23:16 auf die Reise schickt (38.). Die Löwen-Spielfreude ist bemerkenswert und macht den 750 Zuschauern in der SAP Arena richtig Laune. Lion Zacharias schließt den 4:0-Lauf zum 24:16 per Gegenstoß ab (40.).

Hintenraus wird ordentlich Spielzeit verteilt. Juri Knorr, Lion Zacharias, Kristjan Horžen, Mamadou Diocou und Mats Grupe im Tor: der Löwen-Jugend eine Chance! Grupe, zarte 18 Jahre alt, kauft denn auch Marvin Mundus einen freien Wurf ab (53.). Knorr spielt Tim Kontrec einen Knoten in die Beine, zieht damit eine Zwei-Minuten-Strafe und schafft Platz für Mamadou Diocous 29:23 (55.). Im nächsten Angriff klaut sich Knorr den Ball, wirft ihn ins leere Tor: 30:23 (55.). Der Rest ist Schaulaufen und ergibt – endlich mal wieder – einen durchgehend überzeugender und klarer Sieg!

Rhein-Neckar Löwen – TuS N-Lübbecke 35:25 (16:11)

Löwen: Katsigiannis (1.-46., 7 Paraden), Grupe (ab 47., 4 Paraden) – Schmid, Gensheimer (8/4), Zacharias (5/1), Kirkeløkke (1), Diocou (1), Patrail, Knorr (2), Ahouansou (7), Lagergren, Groetzki (7), Horžen (2), Gislason, Nilsson, Kohlbacher (2)

Lübbecke: Rezar (8 Paraden), Wollert (bei 1 Siebenmeter) – Petreikis (3), Strosack (2), Mundus (1), Dräger, Kontrec (4), Mrakovcic (1), Spohn (8), Nissen (1), Speckmann (2), Petrovsky (1), Skroblien (1), Franke (1)

Trainer: Klaus Gärtner – Emir Kurtagic

Schiedsrichter: Sebastian Grobe & Adrian Kinzel

Zuschauer: 750

Strafminuten: Gislason (4), Kohlbacher (2) – Dräger (2), Kontrec (4), Franke (2)

Siebenmeter: 5/5 – 0/1

Siebenmeter-Paraden: Katsigiannis hält gegen Skroblien (21.)

Spielfilm: 2:0, 3:1, 3:3, 4:3, 6:4, 6:5, 13:5, 15:8, 15:11, 16:11 (HZ), 18:12, 20:14, 20:16, 24:16, 24:18, 26:19, 27:22, 28:23, 32:23, 33:25, 35:25 (EN)

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