Krimi, Drama, Happyend in Hannover: Zebras gewinnen nach Verlängerung

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DHB-Pokal

Krimi, Drama, Happyend in Hannover: Zebras gewinnen nach Verlängerung

15. Dezember 2021

Mit einer unglaublichen Energieleistung hat der THW Kiel am Mittwochabend das Viertelfinale im DHB-Pokal erreicht. Bei der TSV Hannover-Burgdorf rannten die Zebras lange Zeit einem Rückstand hinterher, retteten sich mit viel Leidenschaft in die Verlängerung, um am Ende völlig ausgepumpt mit einem kleinen Jubelkreis doch noch die Köpfe oben zu haben: Das 30:28 (25:25, 12:13) nach Verlängerung war ein Krimi, in dem die Kapitäne Domagoj Duvnjak (6 Tore) und Patrick Wiencek (5) sowie Sander Sagosen die erfolgreichsten Darsteller waren.

KIELER KOMMEN SCHWER INS SPIEL

Die Kieler kamen in Hannover nur schwer ins Spiel, was vor allem an Urban Lesjak lag: Neun Paraden verbuchte der Torhüter der Recken allein im ersten Durchgang, entschärfte dabei auch einige freie Würfe der Zebras. Die robbten sich nach dem schnellen 0:2, 2:4 und 3:6 aber heran: Niclas Ekberg und Steffen Weinhold stellten beim 5:6 den Anschluss her, den die Gastgeber aber nach zwei weiteren Lesjak-Paraden postwendend zum 8:5 konterten. In der 20 Minute nahm THW-Trainer Filip Jicha eine Auszeit und beorderte mit Nikola Bilyk, Sven Ehrig und Harald Reinkind drei neue Kräfte auf die Platte.

KNAPPER RÜCKSTAND ZUR PAUSE

Die Zebras liefen über weite Strecken einem Rückstand hinterher

Und das brachte Erfolg: Mit Reinkind und dem kurz zuvor eingewechselten Duvnjak wurde im Angriff schneller gespielt, und der Kapitän nahm das Zepter in die Hand: Duvnjak traf zum 8:9 und 9:10, und nach Martinovic’ 12:10 für Hannover war es Reinkind in Unterzahl, der Lesjak zum 11:12 überwand. Kurz darauf bediente der Norweger Patrick Wiencek am Kreis – zum ersten Mal hatten die Zebras in der zugigen ZAG-Arena ausgeglichen. Doch nach Brozovic’ 13:12 war es erneut Lesjak, der einem Pausen-Remis im Weg stand: Er entschärfte den finalen Reinkind-Wurf.

WIENCEK HOLT DIE VERLÄNGERUNG

Patrick Wiencek traf fünf Mal

Nach der Pause verdichtete sich das Geschehen dann noch einmal. Mehrfach sah es so aus, als wenn sich die Waagschale in Richtung der Gastgeber senken würde. Zum Beispiel in der 57. Minute, als sie mit einem Doppelschlag auf 24:22 davonzogen. Doch die Kieler kämpften sich auch aus dieser Situation heraus. Sagosen traf in Bedrängnis, der starke Patrick Wiencek klaute hinten den Ball und schickte Niclas Ekberg auf die Reise: 24:24 (58.). Hannover blieb aber am Drücker: Martinovic zog mit seinem achten Treffer bei drohendem Zeitspiel das 25:24, Ekberg wurde wegen eines angeblichen Kreisantrittes der Ausgleich weggepfiffen. Wieder waren alle Trümpfe in der Hand der “Recken”. Doch der THW hatte noch zwei Asse im Ärmel: Duvnjak klaute hinten den Ball, und vorne traf Patrick Wiencek hart bedrängt wenige Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich – Verlängerung!

KIELER MACHEN DAS VIERTELFINALE KLAR

Auch in den zehn Extra-Minuten gönnten sich beide Teams keinen Raum, kämpften um jeden Ball, um jeden Zentimeter. Duvnjak hatte mit einem abgefälschten Wurf – nach zuvor fünf Holztreffern der Kieler – endlich auch einmal das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, doch Feise und Martinovic drehten das Spiel erneut, ach “Dules” neuerlichem Ausgleich traf Pevnov zum 28:27 für die TSV. Noch einmal Seitenwechsel, noch einmal kurz einschwören. Nach Dahmkes Lattentreffer war es Wiencek, der nach Niklas Landins Parade gegen Hanne zum Ausgleich traf. Kurz darauf bediente Sagosen erneut den Kieler Kreisläufer, der Lesjak per Heber zum 29:28 überwand. Dann leistete sich Hanne einen Fehlpass – und Magnus Landin schraubte den Deckel auf den Viertelfinal-Einzug des THW Kiel. 30:28 nach Verlängerung – was für eine Energieleistung der Zebras im 27. Pflichtspiel der Saison! 

SONNTAG SIND DIE ZEBRAS ZU GAST IN WETZLAR

Kieler Jubelkreis – Viertelfinale!

Für die Zebras steht am Wochenende die nächste schwere Auswärtstour auf dem Programm: Es geht zum Tabellenfünften der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, die HSG Wetzlar. An die Rittal Arena, in der am Sonntag 1.250 HSG-Fans ihre Mannschaft unterstützen dürfen, haben die Kieler keine guten Erinnerungen: Im vergangenen Jahr setzte es dort beim 22:31 die höchste Saison-Niederlage. „Unser Ziel ist es, alle drei Spiele bis zum Jahresende zu gewinnen. Und mit diesem Anspruch fahren wir jetzt auch nach Wetzlar“, sagt THW-Kapitän Patrick Wiencek. Weiter geht’s in Wetzlar, Kiel!

Fotos: Oliver Vosshage Photography / Paesler

DHB-POKAL, ACHTELFINALE: TSV HANNOVER-BURGDORF – THW KIEL: 28:30 N.V. (28:27, 25:25, 13:12)

Die Zebras bleiben nach dem Heimspiel gegen den BHC im Lande: Bereits am Sonntag sind sie wieder in der Wunderino Arena gefordert. Zu Gast ist ab 14 Uhr (ACHTUNG: neue Anwurfzeit) die TSV Hannover-Burgdorf, die mit dem ehemaligen Bundestrainer Christian Prokop an der Seitenlinie zuletzt mit zwei Siegen in Folge einen schwierigen Saisonstart in einen Aufwärtstrend umwandelte. Für das Spiel gibt es unter www.thw-tickets.de , in der THW-FANWELT, bei CITTI und in allen famila-Märkten mit Ticketservice noch Eintrittskarten in allen Kategorien. Die THW-FANWELT öffnet ihre Tageskasse am Sonntag um 11 Uhr. Weiter geht’s gegen Hannover, Kiel!  

TSV Hannover-Burgdorf: Ebner (1 Siebenmeter, keine Parade), Lesjak (1.-60., 14/1 Paraden); Cehte, Roschek, Martinovic (9), Mävers, Hansen (4/2), Pevnov (2), Kuzmanovski (2), Böhm (1), Krone, Edvardsson (1), Hanne, Brozovic (3), Feise (2), Büchner (5); Trainer: Prokop
THW Kiel: N. Landin (1.-40., 50.-70., 6 Paraden), Quenstedt (40.-50., 2 Paraden); Ehrig, Duvnjak (6), Sagosen (5), Reinkind (2), M. Landin (1), Weinhold (4), Wiencek (5), Ekberg (5/3), Ciudad (n.e.), Dahmke, Zarabec (1), Horak (n.e.), Bilyk, Pekeler (1); Trainer: Jicha

Schiedsrichter:  Sebastian Grobe / Adrian Kinzel
Zeitstrafen: TSV: 6 (Kuzmanovski (14.), Pevnov (20.), 2x Brozovic (32., 65.), Cehte (49.), Roscheck (68.)) / THW: 4 (2x M. Landin (15., 26.) Duvnjak (50.), Reinkind (55.))
Siebenmeter: TSV: 1/1 / THW: 4/3 (Lesjak hält Ekberg (12.))
Spielfilm: 2:0 (2.), 2:2 (7.), 4:2 (8.), 6:3 (13.), 6.5, 8:5 (16.), 8:7 (21.), 10:9, 12:10 (27.), 12:12 (29.), 13:12;
13:13 (32.), 14:14 (35.), 17:14 (38.), 17:16 (40.), 19:17, 19:19 (44.), 22:22 (55.), 24:22 (57.), 24:24 (58.), 25:25.
Verlängerung: 25:26, 27:26 (64.), 28:27 (65.) 28:28 (67.), 28:30;   
Zuschauer: 2054 (ZAG Arena, Hannover)

STIMMEN ZUM SPIEL:

THW-Trainer Filip Jicha: So kurz nach dem Spiel sind immer noch ganz viele Emotionen da nach diesem Pokalfight, dieser Pokalschlacht. Es ging um jeden Zentimeter gegen diese Hannoveraner Mannschaft, die stark im Aufschwung ist. Ganz ehrlich: Es sah nicht gut für uns aus, deshalb habe ich einen Riesen-Respekt vor meiner Mannschaft, die trotz dieses Programms das allerletzte aus sich herausgekitzelt hat. Am Ende haben wir uns belohnt. Die letzten 13 Minuten haben meine Jungs alles auf dem Feld gelassen. Das ist keine sachliche Analyse, aber wir sind sehr glücklich, im Pokal gegen dieses Team aus Hannover das hier noch hinbekommen zu haben. Das macht mich unheimlich stolz. 

Hannovers Trainer Christian Prokop: Wir sind sehr traurig, dass wir nach einer ganz starken Partie von uns in eine Niederlage einwilligen müssen. Wir haben im Verghleich zum Bundesliga-Spiel in Kiel eine deutliche Steigerung hingelegt. Wir sind sehr gut gestartet, führen fast die kompletten 60 Minuten und sind einer kleinen Sensation nahe. Leider haben wir in den entscheidenden Momenten zwei, drei technische Fehler gemacht, die der THW Kiel nutzt. Trotzdem ein großes Kompliment an meine Mannschaft. 

Hannovers Sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen: Die Niederlage tut weh, aber wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg. Wir sind inzwischen ungangenehm zu bespielen, nachdem die ersten Wochen nicht einfach waren. 

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